Wilkommen in der Privat-Praxis Dr. med. Anette Othmer!

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Wir freuen uns auf ihren Anruf!

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Wir nehmen uns Zeit!

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Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Diagnostik! Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt.

 

Darmerkrankungen

Darmerkrankungen

In unserer Privatpraxis für Gastroenterologie in Hannover führen wir verschiedene Darmuntersuchungen durch. Mit einer Darmspiegelung können wir einen wichtigen Beitrag zur Darmkrebsvorsorge leisten. Möchten Sie mehr erfahren? Wir freuen uns auf ihre Mail oder Anruf!

Darmerkrankungen sind weit verbreitet. Auslöser sind meist Viren oder Bakterien. Wir leiden unter Übelkeit und Erbrechen, haben Durchfälle und Bauchschmerzen. In der Regel sind solche akuten Darmerkrankungen nach wenigen Tagen wieder vorbei.

Anders sieht es bei chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten aus. Diese Erkrankungen verlaufen in Schüben.

Die gefährlichste Krankheit des Darms ist jedoch der Darmkrebs.

Bild: apops/fotolia.com

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Der Darm

Der Dünndarm ist weitestgehend für die Verdauung der Nahrung zuständig. Dick- und Enddarm transportieren die verdaute Nahrung zum After und entziehen ihr dabei Wasser und Salze. Die innerste Schicht der Dünn- und Dickdarmwand besteht aus einer Schleimhaut mit Drüsenzellen, die Schleim produzieren. Durch den Schleim kann die verdaute Nahrung gleiten. Blutgefäße bringen den nötigen Sauerstoff und nehmen Salz und Wasser aus der Nahrung auf. Der Dickdarm verfügt über eine reichhaltige Darmflora, hierzu gehören Bakterien und Viren. Eine Schädigung des Organismus findet bei unkontrollierter Vermehrung dieser Mikroorganismen statt.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen des Darmes. Morbus Crohn kann den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen, während die Colitis ulcerosa sich auf den Dickdarm beschränkt.

Beide Krankheiten befallen vor allem junge Menschen zwischen 15 und 45 Jahren.  Sie bedeuten lebenslange rezidivierend auftretende Bauchschmerzen und Durchfälle. Riskant sind aber vor allem die Komplikationen, die verursacht werden können.

Eine Colitis ulcerosa kann zu einer Überblähung des Dickdarm (Megakolon) führen, es kommt häufiger zu starken rectalen Blutabgängen. Colitis ulcerosa befällt die oberen Schichten der Schleimhaut an der Darmwand. Die Erkrankung startet in der Regel im Enddarm, breitet sich im Dickdarm aus und wandert Richtung Blinddarm. Bei jedem vierten Betroffenen befällt die Entzündung den gesamten Dickdarm. Die meisten Betroffenen leiden unter Schüben der Krankheit, zwischen denen längere Phasen ohne Beschwerden liegen. Jeder zehnte Patient jedoch kennt indessen keine Perioden ohne Beschwerden. Zudem ist die Gefahr von Dickdarmkrebs erhöht: Eine chronische Colitis ulcerosa entartet häufig nach vielen Jahren.

Der Morbus Crohn kann den gesamten Magen-Darm-Trakt betreffen. Die Komplikationen sind eher im Rahmen von Fistelbildungen (Verbindungen zwischen Darmabschnitten, inneren Organen und der Körperoberfläche) und Abszessen zu sehen. Morbus Crohn befällt sämtliche Schichten der Darmwand. Die genaue Ursache ist noch unbekannt. Viele Forscher vermuten eine gestörte Immunreaktion auf genetischer Basis, die vielleicht durch einen Infekt aktiviert wird.

Insbesondere bei jungen Menschen sind die psychischen Folgen massiv. Die Krankheitsbilder umfassen nämlich Beschwerden, die unter Tabu stehen: Durchfall, Fisteln im Verdauungstrakt und Entzündungen im Dickdarm gehören zu den Dingen, über die junge und sexuell aktive Menschen ungern reden. Abszesse im Analbereich sind nicht nur sehr unangenehm, sondern belasten auch soziale Beziehungen.

Entzündungen außerhalb des Darms

Jeder fünfte der an chron. entzündlicher Darmerkrankung Betroffenen leidet zudem unter Entzündungen der Gelenke. In der Fachsprache heißt das: Arthritis bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung. Die Gelenkbeschwerden treten oft parallel zu akuten Schüben auf. Werden die Schübe durch Behandlung gemindert, verschwinden auch die Gelenkentzündungen.

Die Gelenkentzündungen können jedoch auch mehrere Gelenke betreffen, die über Jahre hinweg entzündet bleiben- unabhängig von den Schüben der Darmentzündung. Gelenke können dabei so starken Schaden nehmen, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die rheumatischen Leiden können den Darmbeschwerden Monate vorausgehen.

Weitere Entzündungen außerhalb des Darmes können die Regenbogenhaut der Augen, die Mundschleimhaut oder die Gallengänge betreffen. Letzte heißt primär sklerosierende Cholangits.

Diagnose und Behandlung

Die Symptome sind vielfältig von Bauchschmerzen, Krämpfen, Fieber und Durchfällen bis blutig schleimige Stuhlabgänge. Der Arzt untersucht das Blut des Patienten und den Stuhl auf Entzündungszeichen und Blut sowie auf pathogene Keime. Er führt eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durch.

Um eine der beiden Erkrankungen sicher nachzuweisen, ist jedoch eine Darmspiegelung unumgänglich. Hier werden dann Proben aus allen Dickdarmbereichen entnommen (Stufenbiopsien), denn nur daran lassen sich die Veränderungen durch Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nachweisen.

Medikamente

Mittel 1. Wahl bei leichten Schüben sind Mesalazin- Präparate; die Betroffenen bekommen es auch in den Phasen ohne Beschwerden, um diese so lange wie möglich auszudehnen und so zugleich das Darmkrebs-Risiko zu senken. Mesalazin lässt sich als Granulat, Tabletten, Zäpfchen oder Rektalschaum anwenden. Bei einem schweren Schub helfen Kortisonpräparate, in Form von Tabletten, eines Einlaufes oder wiederum als Schaum. Bei sehr schweren Schüben kommen Immunsuppressiva zum Einsatz. Diese unterdrücken die Abwehrfunktionen und hemmen so die Entzündung. Hier stehen Präparate wie Azathioprin, 6-Mercaptopurin und Infliximab/Adalinumab zur Verfügung.

Darmoperation

Wenn Medikamente nicht mehr weiterhelfen, starke Blutungen auftreten, Fisteln sich ausbreiten oder Eiter sich in größeren Mengen sammelt, muss operiert werden. Hierbei werden dann die am stärksten betroffenen Abschnitte des Darmes entfernt.

Bei Morbus Crohn vermeiden die Ärzte  eine Operation so lange wie möglich, denn an der Naht entsteht oft ein neuer Entzündungsherd. Es können hier dann auch neue Fisteln und Abszesse entstehen. Bei Colitis ulcerosa ist eine Operation mit vollständiger Entfernung des Dickdarmes möglich. So lässt sich die Erkrankung sogar heilen. Meist wird vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt und nach ein paar Monaten zurückverlegt. Bei der 2. OP wird dann ein Beutel (Pouch) angelegt, der als Reservoir dienen soll.

Darmträgheit

Wesentlich ungefährlicher als chronische Darmentzündungen ist die chronische Darmträgheit – Verstopfung.  Wenn die Betroffenen auf der Toilette waren, haben sie trotzdem das Gefühl, dass ihr Darm nicht leer ist. Der harte Stuhlgang verursacht oft Hämorrhoiden- Probleme und Risse am Darmende (Analfissuren). Häufig geht Verstopfung mit starken Blähungen einher. Die sind nicht nur unangenehm, sondern können sich zu einem sozialen Problem ausweiten.

Meist liegt der Grund für Verstopfung in falscher Ernährung – verbunden mit Bewegungsmangel. Die Trägheit lösen insbesondere fettige und süße Speisen aus.

Die Verdauung fördern insbesondere Trockenobst, Hülsenfrüchte und Leinsamen. Ihre Wirkung unterstützt Flüssigkeit, vor allem Wasser und Kräutertees. Sie lassen die Ballaststoffe aufquellen und vergrößern so das Volumen des Stuhls, der dann leichter den Darm verlässt.

Darmkrebs

Die gefährlichste Erkrankung des Darms ist Darmkrebs. Er entwickelt sich aus normalen Körperzellen, die entarten. Ein gesunder Organismus reguliert das Wachstum und die Vermehrung der Zellen – die Krebszellen entziehen sich dieser Kontrolle jedoch. Sie wuchern und wachsen in Gewebe ein, wo sie nicht hin gehören und zerstören so gesunde Zellen.

Die sicherste Darmkrebs-Vorsorge ist die Darmspiegelung. Diese wird in unserer Praxis in Hannover angeboten. Bild: Henrie-fotolia

Die sicherste Darmkrebs-Vorsorge ist die Darmspiegelung. Diese wird in unserer Praxis in Hannover angeboten. Bild: Henrie-fotolia

Darmkrebs kann einer genetischen Disposition zugrunde liegen. In diesem Fall ist das genetische Material verändert, ein Zellwachstum ohne Kontrolle kann die Folge sein. Auch äußere Faktoren können das Erbmaterial schädigen – chemische Substanzen oder Infektionen. In unserer Praxis können Sie eine Darmspiegelung durchführen lassen, um die Erkrankung auszuschließen oder rechtzeitig zu erkennen. Denn je eher bösartige Tumore gefunden werden, um so größer sind die Heilungschancen.

Darmkrebs entsteht vor allem in der Schleimhaut des Dick- und Enddarms. Tumore im Dünndarm sind hingegen sehr selten. Er entwickelt sich meist in vielen Jahren. Oft verändert sich anfangs nur eine einzelne Zelle und wird vom Immunsystem vernichtet. Erst wenn diese Kontrolle aussetzt, vermehrt sich diese Zelle. Es entstehen immer mehr Tochterzellen, aus diesen bildet sich schließlich eine Geschwulst, die eigenständig mit Blut versorgt wird – der Tumor.

Darmspiegelungen sind zur Vorsorge sehr wichtig: Hier lassen sich nämlich Wucherungen der Schleimhaut (Polypen) erkennen, aus denen Krebs entsteht. Darmkrebs gehört zu den verbreitesten Krebsformen. 2016 erkranken in Deutschland ca. 33.400 Männer und 27.600 Frauen. Nur Lungenkrebs fordert jährlich mehr Todesopfer.

Wer Darmkrebs vorbeugen will, kann auf folgendes achten:

1) spätestens im Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung durchführen lassen

2) Gewichtskontrolle: Es ist nachgewiesen, dass mit zunehmendem Übergewicht das Risiko steigt, an Darmkrebs zu erkranken

3) Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte reduzieren

4) Tabak und Alkohol meiden. Rauchen erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken,um ein Mehrfaches.

5) Regelmäßige Bewegung und körperliches Training

Familiär erhöhtes Risiko

In Familien, bei denen Angehörige an Darmkrebs erkrankten, besteht ein familiär bedingt erhöhtes Risiko.

Potenziell gefährdet sind:

1) Direkte Verwandte von Darmkrebsbetroffenen

2) Direkte Verwandte von Menschen, bei denen Polypen erkannt wurden

3) Direkte Verwandte von Menschen mit Magen-, Eierstock-, Gebärmutter- oder Harnleiterkrebs

Genetische Risiken

Das „hereditäre nichtpolypöse kolorektale Karzinom“ bezeichnet Defekte in Proteinen, welche die DNA reparieren. Wer diese genetische Struktur erbt, erkrankt erheblich häufiger und in jüngeren Jahren an Darmkrebs als Menschen ohne diese Mutation. Außerdem liegt auch das Risiko für Magen- und Gebärmutterkrebs höher. Dabei finden sich im Darm dieser Betroffenen wenige oder gar keine Polypen als mögliche Vorstufen von Tumoren.

Bei der „familiären adenomatösen Polyposis“ fällt die natürliche Tumorunterdrückung aus. Betroffene leiden oft schon vor dem 20. Lebensjahr unter unzähligen Polypen im Dickdarm – die Krebsgefahr ist enorm. Den Betroffenen empfehlen Fachärzte deshalb, den Dickdarm vorsorglich zu entfernen.

Seltenere Erbkrankheiten erhöhen ebenfalls das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Dazu gehören das Peutz-Jeghers-Syndrom, diefamiliärejuvenile Polyposis und die MUTYH-assoziierte Polyposis.

Wer familiär vorbelastet ist, kann sich einem Gentest unterziehen, um zu sehen, wie gefährdet er ist. Die psychischen Folgen sind bisweilen hoch: Weist der Arzt eines der krebsfördernden Gene nach, dann heißt das nämlich für die Betroffenen,dass sie wahrscheinlich an Krebs erkranken. Jetzt werden regelmäßige Darmspiegelungen nötig oder sogar Darmoperationen, bevor sich die Krankheit entwickelt.

Gern beantworten wir alle wichtigen Fragen in einem persönlichen Gespräch! Kontaktieren Sie uns hier. Ihre gastroenterologische Praxis in Hannover, Dr. med. Anette Othmer.

Weitere Informationen

www.leitlinien.net – Morbus Crohn: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Morbus Crohn.

www.leitlinien.net – Colitis ulcerosa: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie derColitis ulcerosa.

www.dccv.de – Website der Deutschen Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Vereinigung e. V.

Über Häufigkeit und Verbreitung von Krebserkrankungen informiert das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut: www.krebsdaten.de

Der Krebsinformationsdienst beantwortet alle Fragen zum Darmkrebs unter der Nummer 0800-4203040 oder per Email an:krebsinformatiuonsdienst@dkfz.de

Die Leitlinie zum„Kolorektalen Karzinom“ findet sich unter:www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-007.